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Kein Atommüll im Bözberg!

Der Bözberg ist Teil eines Naturparks von nationaler Bedeutung und ein schutzbedürftiges Wasserschloss.

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Jahresversammlung von „Kein Atommüll im Bözberg“ KAIB

Professor Wildi: Bözberg für Tiefenlager ungeeignet
 
Rund 80 Personen füllten den Rathaussaal in Brugg als die Bürgerorganisation „Kein Atommüll im Bözberg“ KAIB ihre Jahresversammlung mit anschliessendem Gastreferat von Geologieprofessor Walter Wildi zur Atomthematik abhielt.
 
KAIB-Präsident Max Chopard-Acklin liess in seinem Jahresbericht die letztjährigen Aktivitäten noch einmal Revue passieren: „Ein besonderes Highlight war sicher als am 19. Juni 650 Menschen im Rahmen des „Menschenstrom“ an einer Wander-Demo vom Bözberg nach Windisch teilnahmen.“ Diese Aktion, sowie die 486 Einsprachen gegen die Sondierbohrungsgesuche der Nagra und die mittlerweile auf 740 gekletterte Mitgliederzahl von KAIB zeigten, dass der Widerstand gegen ein Atommülllager im Bözberg weiter zunehme, hielt Chopard fest. Von der Versammlung als Vorstandsmitglieder wiedergewählt wurden: Max Chopard-Acklin, Obersiggenthal, Präsident; Gerhard Wyttenbach, Bözberg, Kassier; Sandra Fehlmann, Bözberg; David Hunziker, Brugg; Elisabeth Burgener, Gipf-Oberfrick; Erwin Hermes, Gipf-Oberfrick und Sacha Schenker, Bözberg. Zum Abschluss des geschäftlichen Teils wurde ein KAIB Kurzfilm präsentiert, der die Probleme eines Atommülllagers im Bözberg gut verständlich illustriert auf den Punkt bringt.
 
Alptraum ohne Ende
Walter Wildi, ehemaliger Professor für Geologie an der Universität Genf und ehemaliger Präsident der Eidgenössischen Kommission für die Sicherheit der Kernanlagen (KSA) stellte sein Gastreferat unter den Titel: „Vom Manhattanprojekt zum Bözberg“. Um diesen „Alptraum ohne Ende“ zu verstehen, müsse er eben etwas weiter ausholen. Wildi zeigte in der Folge die Probleme des Atomstroms vom Uranabbau bis zur ungelösten Atommüllfrage an konkreten Fakten auf. Betreffend Atommüllentsorgung kritisierte er das Vorgehen der Nagra heftig. Diese arbeite weder ergebnisoffen noch sei das Vorgehen der Nagra wissenschaftlich korrekt. Da laufe einiges falsch: Die Bohrstandorte wurden vor dem Vorliegen der 3D-Seismik Auswertung festgelegt, was unseriös sei. Weiter fehlten Ausschlusskriterien für Resultate der Sondierbohrungen genauso wie eine genügend kompetente und unabhängige Überwachung der Sondierbohrungen. Zudem würden unangenehme geologische Probleme wie künftige Ressourcenkonflikte (Gas, Kohle, Geothermie) einfach umschifft, indem beispielsweise nicht bis zur Basis des Permokarbon-Troges unter dem Bözberg gebohrt werden soll. Der Bözberg sei als Tiefenlager à priori kein guter Standort bilanzierte der Geologieprofessor. Nach einer ausgiebigen Fragerunde wurde Walter Wildi mit einem Korb lokaler und ökologischer Produkte aus dem Fricktal verabschiedet.
 
Der neue KAIB-Kurzfilm zum Thema Tiefenlager befindet sich auf dem KAIB-Youtube Kanal (Verein KAIB): https://www.youtube.com/watch?v=PwnM26eHZnQ


Impressionen von der Jahresversammlung 2017

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Atommülllager: Ein Kommentar zur aktuellen Situation

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Wo stehen wir und wie geht es weiter? Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle der Schweiz (Nagra) soll entgegen ihrer ursprünglichen Absicht auf der Suche nach dem Standort für ein Atommüll-Tiefenlager neben den Gebieten "Jura Ost" (Bözberg) und "Zürich Nordost nun auch das Gebiet "Nördlich Lägern" vertieft abklären. So will es die Atomaufsichtsbehörde.

Die Nagra wollte auf eine weitere Untersuchung von "Nördlich Lägern" verzichten. Laut dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) sei der Nagra Entscheid aufgrund der Datenlage aber "nicht ausreichend begründet". Das ENSI empfiehlt daher, dieses Gebiet in der Etappe 3 des Sachplanverfahrens weiter zu untersuchen. Offenbar wollte die von den Atomkraftwerkbetreibern finanzierte Nagra mit der voreiligen Reduktion von ursprünglich 6 auf nur noch 2 Standorte eine schwer erklärbare Abkürzung nehmen. Könnte es sein, dass beim gewählten Vorgehen nicht die viel betonte Sicherheit im Vordergrund stand, sondern die Idee, Kosten zu sparen? Schliesslich ist die Atomkraft heutzutage ein Verlustgeschäft und wie die neusten Kostenstudien zeigen, fehlen in den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds noch immer Milliarden ...
Nun, die Nagra akzeptiert nach eigenen Angaben die Schlussfolgerungen der ENSI-Analyse. Die Realisierung eines Tiefenlagers im Opalinuston in großer Tiefe wie im Fall „Nördlich Lägern“ sei aber anspruchsvoll. Die Nagra werte dies als sicherheitstechnischen Nachteil. Interessant, dass die gleiche Nagra negative Aspekte im Fall Bözberg wie aus grosser Tiefe aufsteigende Gewässer, tektonische Deformationen oder die hohe Erosionsgefahr in der Langzeitbetrachtung zu banalisieren versucht.
Das nächste Kapitel wird 2017 aufgeschlagen: Sämtliche Berichte, Gutachten und Stellungnahmen gehen in eine dreimonatige öffentliche Vernehmlassung. Auch KAIB wird sich dazu vernehmen lassen. Der Bundesrat wird laut BFE "unter Kenntnis aller relevanten Fakten" voraussichtlich bis Ende 2018 festlegen, welche Standortgebiete tatsächlich vertieft untersucht werden sollen. Dabei dürfen unserer Meinung nach ökonomische Überlegungen keine Rolle spielen. Denn unabhängig davon, wo letztlich der Standort für ein atomares Endlager sein soll: es muss der sicherst mögliche Ort sein.
Für die Bürgerorganisation „Kein Atommüll im Bözberg“ KAIB ist und bleibt klar: Der Bözberg birgt verschiedene bereits bekannte geologische Risiken und er ist Teil eines Naturparks von nationaler Bedeutung und ein schutzbedürftiges Wasserschloss. Sicher ist da nur das Risiko. Dass der Widerstand gegen diese unsinnige Nagra-Tiefenlagerzwängerei am Bözberg wächst, zeigt sich nicht nur in den steigenden KAIB-Mitgliederzahlen sondern auch an den basisdemokratischen Beschlüssen von Effingen und Bözberg. Sie haben sich an ihren Gemeindeversammlungen im November 2016 jeweils mit deutlichen Mehrheiten gegen die geplanten Sondierbohrungen der Nagra ausgesprochen. Ein klarer Fingerzeig. Und der Aargauer Regierungsrat, der sich gegen ein Atommülllager im Aargau ausgesprochen hat und ebenfalls geologische Bedenken vorgebracht hat, ist aufgefordert, seinen Worten auch entsprechende Aktivitäten folgen zu lassen.
Max Chopard-Acklin, Präsident KAIB, im Dezember 2016


Tagesanzeiger - Das Magazin

Der Tagesanzeiger berichtet im Magizin vom 19. November 2016 über das mögliche Endlager im Bözberg und in Benken. Unter dem Titel "Kein Ort. Nirgends" von Christian Schmidt brechen Marcos Buser und Walter Wildi zu einem kritischen Spaziergang auf.

Impressionen vom Menschenstrom - 19. Juni 2016

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Neues Inserat: Sicher ist nur das Risiko

KAIB-Flyer 2016

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Unser Bözberg

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